Deoxynivalenol: Häufiges Fusarium-Mykotoxin in Getreide

Deoxynivalenol (DON)

Was ist Deoxynivalenol?

Deoxynivalenol (DON), auch als Vomitoxin bekannt, gehört zur Gruppe der Trichothecen-Mykotoxine. Es wird hauptsächlich von den Schimmelpilzen Fusarium graminearum und Fusarium culmorum gebildet, die vor allem Getreidepflanzen während des Wachstums auf dem Feld befallen.

Chemisch handelt es sich bei DON um ein Sesquiterpen-Epoxid. Das Toxin ist besonders hitzestabil und kann deshalb auch nach der Verarbeitung, beispielsweise beim Backen oder Kochen, teilweise in Lebensmitteln erhalten bleiben.


Wo kommt Deoxynivalenol vor?

DON wird vor allem in Getreide und daraus hergestellten Lebensmitteln nachgewiesen, insbesondere in:

  • Weizen
  • Mais
  • Gerste
  • Hafer
  • Roggen
  • Mehl und Backwaren
  • Frühstückscerealien
  • Nudeln und andere Getreideprodukte

Die Bildung von DON wird durch feuchte Witterung während der Blüte und Reife von Getreide begünstigt. Deshalb können besonders regenreiche Jahre zu erhöhten Belastungen führen. Auch in Deutschland zählt DON zu den am häufigsten nachgewiesenen Mykotoxinen in Getreide.


Gesundheitsrisiken durch Deoxynivalenol

DON kann sowohl akute als auch chronische gesundheitliche Auswirkungen haben.:

Akute Toxizität

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Verminderte Nahrungsaufnahme
  • Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein

Chronische Toxizität

  • Beeinträchtigung des Immunsystems
  • Entzündliche Veränderungen im Darm
  • Verminderte Gewichtszunahme und Wachstumsstörungen (vor allem bei Tieren)
  • Mögliche Beeinträchtigung der Darmbarriere
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

Im Gegensatz zu anderen Mykotoxinen gilt DON nicht als krebserregend. Aufgrund seiner ausgeprägten toxischen Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt und das Immunsystem hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) jedoch einen gesundheitlichen Richtwert (TDI) festgelegt, um Verbraucher vor einer langfristig zu hohen Aufnahme zu schützen.